Google auf dem Prüfstand und die Folgen für Suchmaschinen SEO
May 30
Der Eurovision Song Contest (ESC) war einige Wochen lang das Thema Nummer eins – auch im Internet. Anhand der gestarteten Suchanfragen nach den dort auftretenden Künstlern, wagt Suchmaschine Google alljährlich eine Prognose zu den Platzierungen. Was in den letzten beiden Jahren noch gut hingehauen hat, war diesmal allerdings alles andere als erfolgreich und diese Tatsache nehmen wir uns zum Anlass, Google einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn für die Suchmaschinen SEO stellt sich die Frage, wie gut der führende Anbieter Suchanfragen überhaupt noch einordnen kann. „Lena“ war zwar Suchbegriff Nummer Eins im Rahmen des ESC, aber das schien wenig Bedeutung dafür zu haben, ob sie auch von diesen Menschen gevotet wird. Da sie nur auf Platz 10 landete – und nicht wie prognostiziert auf Platz 1, scheint zwischen Suchanfrage und positivem Interesse noch ein großer Unterschied zu bestehen.
Genau das lässt sich nun auch auf Google-Anfragen zu Produkten oder Dienstleistungen übertragen: Wenn viele Nutzer nach etwas suchen, dann heißt das noch lange nicht, dass auch alle an einem Kauf interessiert sind. Suchmaschinen SEO ist zwar ein längerfristiger Prozess, der einem Kunden nicht von heute auf morgen bombastische Umsätze garantiert, aber letztlich reichen dem Kunden hohe Klickzahlen nicht aus. Es müssen Verkäufe oder Abschlüsse folgen und daher muss ständig beobachtet werden, wie Google mit Suchanfragen umgeht und woher die Anfragen von Nutzern her rühren. Diese Fragen müssen eben auch unter dem Aspekt des sich wandelnden Internets betrachtet werden. Früher war es vor allem ein Informationsmedium, sprich, was Menschen dort suchten interessierte sie auch wirklich und führte oftmals zu einer Reaktion wie einem Kauf oder einer Anfrage. Inzwischen dient das Internet immer stärker der Kommunikation unter den Nutzern und vielfach auch als Zeitvertreib. Dazu kommt eine erhöhte Schnelllebigkeit: Einige Themen werden innerhalb weniger Tage sehr stark aufgebauscht, nur um wenig später wieder komplett aus den Köpfen zu verschwinden – andere Medien der Gegenwart machen diesen Trend genauso mit.
Bei den Suchanfragen entsteht aus der Schnelllebigkeit und der veränderten Bedeutung des Internets das Problem, dass die Intention von Suchanfragen immer schwerer zu erkennen ist. Und genau hier liegt auch das Problem für das Suchmaschinen SEO. Die Suche nach einer Person, einer Marke (dem Brand) oder einem Produkt geschieht inzwischen nicht mehr nur aus einem informellen Interesse. Ein Beispiel dafür gibt das Suchvolumen nach dem Begriff `BP`. Die erhöhten Suchanfragen rührten nicht von einem gesteigerten Interesse an der Marke und der Dienstleistung, sondern bezogen sich auf die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko. So etwas muss bei der Suchmaschinen SEO und der Arbeit im Internet generell berücksichtigt werden – heutzutage mehr denn je.
Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass auch wenn ein Brand bei den Suchmaschinen besonders häufig gesucht wird, das nicht heißen muss, dass diese Marke besonders stark und beliebt ist. Auch über die Qualität der Domain sagt das nicht zwangsläufig etwas aus. Stattdessen steht das Interesse an einem Brand immer auch in Zusammenhang mit anderen Geschehnissen und Entwicklungen. Brands beeinflussen sich beispielsweise auch gegenseitig oder lenken die Aufmerksamkeit auch auf andere Begriffe. So konnte der Anbieter Zalando einen so starken Brand ausbilden, dass sich dieser sogar auf das Suchverhalten nach dem Hauptprodukt Schuhe ausgewirkt hat. Diese Verbindung schafft ein Erfolgsrezept für den Anbieter. Suchanfragen nach Brands sind nur dann ein Indiz für die Qualität einer Marke, wenn sie mit produkt- bzw. handlungsorientierten Suchbegriffen kombiniert werden.