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Posts from May, 2011

Google auf dem Prüfstand und die Folgen für Suchmaschinen SEO

May 30

Der Eurovision Song Contest (ESC) war einige Wochen lang das Thema Nummer eins – auch im Internet. Anhand der gestarteten Suchanfragen nach den dort auftretenden Künstlern, wagt Suchmaschine Google alljährlich eine Prognose zu den Platzierungen. Was in den letzten beiden Jahren noch gut hingehauen hat, war diesmal allerdings alles andere als erfolgreich und diese Tatsache nehmen wir uns zum Anlass, Google einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn für die Suchmaschinen SEO stellt sich die Frage, wie gut der führende Anbieter Suchanfragen überhaupt noch einordnen kann. „Lena“ war zwar Suchbegriff Nummer Eins im Rahmen des ESC, aber das schien wenig Bedeutung dafür zu haben, ob sie auch von diesen Menschen gevotet wird. Da sie nur auf Platz 10 landete – und nicht wie prognostiziert auf Platz 1, scheint zwischen Suchanfrage und positivem Interesse noch ein großer Unterschied zu bestehen.

Genau das lässt sich nun auch auf Google-Anfragen zu Produkten oder Dienstleistungen übertragen: Wenn viele Nutzer nach etwas suchen, dann heißt das noch lange nicht, dass auch alle an einem Kauf interessiert sind. Suchmaschinen SEO ist zwar ein längerfristiger Prozess, der einem Kunden nicht von heute auf morgen bombastische Umsätze garantiert, aber letztlich reichen dem Kunden hohe Klickzahlen nicht aus. Es müssen Verkäufe oder Abschlüsse folgen und daher muss ständig beobachtet werden, wie Google mit Suchanfragen umgeht und woher die Anfragen von Nutzern her rühren. Diese Fragen müssen eben auch unter dem Aspekt des sich wandelnden Internets betrachtet werden. Früher war es vor allem ein Informationsmedium, sprich, was Menschen dort suchten interessierte sie auch wirklich und führte oftmals zu einer Reaktion wie einem Kauf oder einer Anfrage. Inzwischen dient das Internet immer stärker der Kommunikation unter den Nutzern und vielfach auch als Zeitvertreib. Dazu kommt eine erhöhte Schnelllebigkeit: Einige Themen werden innerhalb weniger Tage sehr stark aufgebauscht, nur um wenig später wieder komplett aus den Köpfen zu verschwinden – andere Medien der Gegenwart machen diesen Trend genauso mit.

Bei den Suchanfragen entsteht aus der Schnelllebigkeit und der veränderten Bedeutung des Internets das Problem, dass die Intention von Suchanfragen immer schwerer zu erkennen ist. Und genau hier liegt auch das Problem für das Suchmaschinen SEO. Die Suche nach einer Person, einer Marke (dem Brand) oder einem Produkt geschieht inzwischen nicht mehr nur aus einem informellen Interesse. Ein Beispiel dafür gibt das Suchvolumen nach dem Begriff `BP`. Die erhöhten Suchanfragen rührten nicht von einem gesteigerten Interesse an der Marke und der Dienstleistung, sondern bezogen sich auf die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko. So etwas muss bei der Suchmaschinen SEO und der Arbeit im Internet generell berücksichtigt werden – heutzutage mehr denn je.

Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass auch wenn ein Brand bei den Suchmaschinen besonders häufig gesucht wird, das nicht heißen muss, dass diese Marke besonders stark und beliebt ist. Auch über die Qualität der Domain sagt das nicht zwangsläufig etwas aus. Stattdessen steht das Interesse an einem Brand immer auch in Zusammenhang mit anderen Geschehnissen und Entwicklungen. Brands beeinflussen sich beispielsweise auch gegenseitig oder lenken die Aufmerksamkeit auch auf andere Begriffe. So konnte der Anbieter Zalando einen so starken Brand ausbilden, dass sich dieser sogar auf das Suchverhalten nach dem Hauptprodukt Schuhe ausgewirkt hat. Diese Verbindung schafft ein Erfolgsrezept für den Anbieter. Suchanfragen nach Brands sind nur dann ein Indiz für die Qualität einer Marke, wenn sie mit produkt- bzw. handlungsorientierten Suchbegriffen kombiniert werden.

Wie Männer und Frauen googeln und wie das die SEO Optimierung beeinflusst

May 16

Wer via Google auf der Suche nach Informationen ist, geht dabei eher spontan vor und schaut was er so findet. Klingt glaubhaft, ist aber ganz und gar nicht so. Denn Männer suchen anders nach Webinhalten als Frauen. Entnehmen kann man dies unterschiedlichen Studien, die geschlechtsspezifische Unterscheidungsmerkmale bei der Suche im WorldWideWeb ermittelt haben. Die Ergebnisse zeigen sich auch für die SEO Optimierung interessant, denn manche Angebote sollen vor allem Frauen erreichen (beispielsweise Schmuck- und Modeseiten) und andere hingegen vorwiegend Männer (beispielsweise Autozubehör und Technik). Aber wie schafft man es, vor allem ein Geschlecht auf eine Seite zu locken?

Möglicherweise helfen die Studien: Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Frauen schneller mit einem Suchergebnis zufrieden sind als Männer. Die nutzen Suchmaschinen außerdem auch dann, wenn es eigentlich gar nicht nötig wäre (beispielsweise wenn sie die Webadresse schon kennen, wird diese dennoch erst mal bei Google eingegeben und nicht zur Direktleitung in den Browser.) Bei der Suche nach Informationen nehmen Männer generell weniger Hilfe an als Frauen. Die suchen beispielsweise auch mal Rat bei Freunden; Männer wollen lieber auf eigene Faust erfolgreich sein. Daraus ergibt sich auch, dass Männer eher auf wissenschaftliche Informationen vertrauen, Frauen dagegen eher auf Empfehlungen. Beim Umgang mit Suchmaschinen stellte sich zudem heraus, dass Männer häufiger zwischen den Ergebnisseiten und der Suchmaschine hin und her switchen, als Frauen. Die switchen dafür eher zwischen den einzelnen Ergebnisseiten hin und her. Frauen nutzen zudem durchschnittlich mehr Suchoperatoren als Männer. Außerdem ergab eine Studie, dass Männern durch ihre Suchstrategien häufiger Zufallstreffer gelingen als Frauen.

Durch all diese Ergebnisse entsteht der Eindruck, dass Männer und Frauen sehr unterschiedlich nach Informationen im Web suchen. Google könnte sich diese Tatsache zu Nutze machen und mithilfe der Spracheingabe künftig das Geschlecht eines Nutzer identifizieren können. Das bringt den Vorteil, dass der Konzern den Nutzer mit der passenderen Werbung beliefern könnte: Männer reagieren auf andere Themen und Angebote als Frauen. Ähnlich könnte es auch in der SEO Optimierung laufen, wo das Geschlecht des Nutzers ebenfalls eine wertvolle Information wäre. Wer weiß, vielleicht ist Google bereits in der Lage, nach wenigen eingegebenen Suchbegriffen zu bestimmen, ob gerade ein Mann oder eine Frau nach etwas im Web sucht. Was unwahrscheinlich klingt, wird durch einige Beispiele schnell belegt: Während ein Mann nach einem Auto so suchen könnte „BMW 3er Touring E91“, gäbe eine Frau in dem gleichen Fall vielleicht eher ein „Schwarzes Auto mit Schiebedach“. Wohingegen die Suche nach präzisen Prominamen eher auf eine Frau hindeutet.

Einige bereits getätigte Suchanfragen können also eventuell schon für eine Suchmaschine enthüllen, welches Geschlecht gerade dort sucht. Worin sich Frauen und Männer ebenfalls unterscheiden, wenn es um die Nutzung des Internets geht ist, dass Männer sich selbst, also ihren Namen häufiger googeln als Frauen das tun: 36 Prozent der Männer tun das, aber nur 32 Prozent der Frauen. Insgesamt will jeder dritte Deutsche wissen, welche Infos es im Internet unter seinem Namen gibt. So haben 34 Prozent aller Deutschen über 14 Jahren schon einmal ihren Namen in eine der gängigen Suchmaschinen eingetippt, um zu erfahren welche und wie viele Treffer sie im Internet damit haben. Das ermittelte der Hightec-Verband Bitkom zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Forsa. Für 66 Prozent der Selbstständigen ist Ego-Googlen ebenfalls ein Thema, denn sie interessiert besonders wie es im Internet mit der Bekanntheit und dem Image aussieht.

Nichts geht mehr ohne Internet – profitiert davon auch die SEO Optimierung?

May 09

Umfragen zum Konsum von Internetangeboten sind gerade in letzter Zeit immer interessanter, denn die Zahlen sprechen für sich und zeigen: Investitionen in Internetauftritte und SEO Optimierung zahlen sich aus, denn die größte Breite an Kundschaft wartet genau dort. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien Bitkom hat in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass inzwischen ein Viertel der Deutschen jeden Tag rund fünf oder sogar mehr Stunden vor dem PC verbringt. Zum Vergleich: Im September 2010 saß nur jeder elfte Deutsche derart lange am Rechner. Damit steigt die Zahl derer, die einen Großteil ihres Lebens am PC verbringen – und das nicht aus beruflichen Gründen, sondern im Rahmen der Freizeitgestaltung. Mittlerweile sitzen 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen mindestens fünf Stunden pro Tag an ihrem Rechner, im letzten Jahr ergab eine Umfrage noch, dass lediglich acht Prozent der deutschen Internetnutzer derart lange im Internet unterwegs sind. Gerade diese Altersgruppe ist mit dem Medium Internet aufgewachsen und wird Einkäufe und Geschäfte künftig vielleicht ausschließlich im Web erledigen. Im Rahmen der SEO Optimierung also eine wichtige Zielgruppe.

Bitkom will mit seiner Umfrage aber nicht nur aktuelle Zahlen präsentieren, sondern auch vor den gesundheitlichen Folgen warnen, die mit dieser Entwicklung einhergehen. Gerade das lange Sitzen vor dem Computer schade dem Rücken und daher gibt es gleich auch einige Tipps für Viel-PC-Nutzer an die Hand. Wichtig sind, dass Höhe von Schreibtisch und Stuhl stimmen, der Abstand zum Monitor je nach Größe 50 bis 80 Zentimeter beträgt, der Arbeitsplatz ausreichend Licht bekommen und der Nutzer einige Bewegungsphasen einbaut. Wer diese Tipps beherzigt, der kann Schäden oder Beschwerden wie Rückenschmerzen oder schmerzenden Augen vielleicht vorbeugen.

Bitkom hat sich aber auch speziell mit dem Einfluss sozialer Netzwerke beschäftigt und liefert dazu interessante Zahlen ab. Für die SEO Optimierung sind diese ebenfalls interessant, denn das Social Markting nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Für viele Deutsche ist Web2.0 gelebte Realität und die Menge an angelegten Profilen in den sozialen Netzwerken haben auch Auswirkungen auf den Arbeitsalltag all dieser Menschen. 60 Millionen deutsche Bundesbürger nutzen aktuell das Internet, drei Viertel davon kommunizieren in sozialen Netzwerken. Inzwischen nehmen digitale Identitäten immer größeren Einfluss auf unser Leben. User von Social Media sind durchschnittlich in 2,4 Communities angemeldet, je jünger die Nutzer, umso mehr Kontakte haben sie in diesen Netzwerken. Die Generation 50plus hat durchschnittlich gesehen bis zu 30 Kontakte, die unter 30-Jährigen weisen in ihren Kontaktlisten oftmals mehr als 200 Personen auf. Die sozialen Netzwerke werden für das Knüpfen von beruflichen Kontakten immer wichtiger: 7 Prozent der bis zu 29-Jährigen und der 50Plus-Generation nutzten diese Möglichkeiten bisher, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es sogar 8 Prozent. Das zeigt wie sehr auch Unternehmen und Organisationen vom Social Web profitieren können: Die Suche nach neuen Mitarbeitern, die Vorstellung neuer Produkte oder Leistungen sowie das Verbreiten von Neuigkeiten; das alles kann mittels sozialer Netzwerke in die Öffentlichkeit getragen werden.

Links sind neu geschützt – das erleichtert die effektive Suchmaschinenoptimierung

May 02

Ohne Verlinkungen kommen SEOs nicht aus, denn dadurch werden Inhalte einer Seite verbreitet. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat nun nach jahrelangem Rechtsstreit entschieden, dass es legal ist, wenn ein Online-Medium Links auf fragwürdige Inhalte setzt. Damit wird der Spielraum in Bezug auf effektive Suchmaschinenoptimierung vergrößert, denn Links müssen nicht mehr in so großem Maße unter die Lupe genommen werden wie bislang. Die Rechte von berichtenden Online-Medien werden zudem durch das Urteil gestärkt: Die Links unterliegen künftig auch dann der Presse- und Meinungsfreiheit wenn sie auf fragwürdige Inhalte verweisen. Andererseits würden Berichte über illegale Inhalte im Netz deutlich vereinfacht.

Dem Urteil ging ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen der Musikindustrie und der Nachrichtenseite heise.de voraus. Unternehmen aus der Musikbranche wie EMI, Sony, Universal Music und BMG hatten heise.de verklagt, da sie eine diskussionswürdige Verlinkung vornahmen. Sie berichteten über Musikpiraterie und verlinkten dabei auch auf eine spezielle Software, mit deren Hilfe der Kopierschutz von urheberrechtlich geschützten CDs geknackt werden konnte. In dem Urteil wurde vor allem geklärt, ob das Verlinken von Webseiten lediglich eine inhaltliche Erweiterung eines Textes darstellt, also nur zusätzlich informiert und aufklärt, oder ob die verlinkte Seite damit technisch unterstützt würde. Eine Grundsatzfrage, die bei vielen Webseitenbetreibern und auch bei der effektiven Suchmaschinenoptimierung relevant sein kann.

Der zuständige Richter entschied, dass Links zu anderen Webseiten von der Presse- und Meinungsfreiheit gedeckt werden, wenn sie im Rahmen einer Berichterstattung Aspekte eines Beitrags belegen oder durch zusätzliche Informationen ergänzen. Mit anderen Worten: Wenn ein Bericht im Internet unter dem Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit steht, dann gelte das auch für die darin enthaltenen Links. In diesem speziellen Fall also entspreche der Link, da er ein Beleg für den Bericht sei, nicht nur der Presse-, sondern auch der Meinungsfreiheit. Um einen Sachverhalt zu schildern oder zu beschreiben sei ein entsprechender Link völlig ausreichend, eine textliche Beschreibung dann sogar nicht mehr nötig. Das Urteil wurde bereits im Oktober 2010 gefällt, doch die Begründung dafür lag erst jetzt vor. Das verdeutlicht wohl wie heikel der Umgang mit Rechten und Pflichten mit Online Medien ist und wie sehr ein einziges Urteil eine ganze Branche betreffen kann.

Vor allem Vertreter von Online-Medien begrüßen das Urteil, denn das erleichtere die Berichterstattung von illegalen Inhalten im Internet. Wenn auf so etwas bisher nur beschreibend hingewiesen werden durfte, so ist es nun möglich mittels Link ganz eindeutig auf die betreffende Seite hinzuweisen und damit allen Missverständnissen und Unklarheiten vorzubeugen. Leider ist durch das Urteil nicht vollständig geklärt, ob Links im Internet generell von der Meinungsfreiheit geschützt sind, es könnte in bestimmten Fällen also nach wie vor zu Problemen und Einwänden kommen. Wer über etwas informiert und dazu einen passenden Link setzt, der sollte auf der sicheren Seite sein, aber wer gar eine ganze Liste mit Links zu illegalen Angeboten zusammenstellt, dessen Angebot könnte bereits als Unterstützungsleistung verstanden werden.